Basilika Münchenlohra

Konzerte in der Basilika im Jahr 2024

~ Gegen den Lauf der Dinge ~

Alte und neue Musik mit dem Ensemble "sprezzatura22" (Berlin)

sephardische Romanzen, barocke Lieder. Verlangen, Verwandlung, Vergänglichkeit - vorgetragen mit musikalischer Leichtigkeit

Sprezzatura entstand im Frühjahr 2022 durch das Zusammentreffen dreier Musiker die vereint sind in dem Bedürfnis, ausgetretene Pfade puristischer Musikinterpretationen zu verlassen. Die Musiker von Sprezzatura haben alle eine profunde Kenntnis im Bereich der Alten Musik. Sprezzatura22 Dieses Wissen, zusammen mit der Freude am Improvisieren, an Folk und Jazz und der Vermischung von Genres ist das Merkmal von Sprezzatura. Dazu kommen noch die Lust am gesprochenen Wort, an der Inszenierung und eine große Spielfreude.

Der Lautenist Andreas Arend entwickelte zusammen mit dem Instrumentenbauer Valentin Oelmüller ein neuartiges Instrument - eine Gitarre, welche sowohl gezupft als auch mit Bogen gestrichen werden kann. Diese Lyra Polyversalis ermöglicht ihm den fliegenden Wechsel zwischen Melodien und Harmonien, um im Spiel seinen musikalischen Einfallsreichtum zu materialisieren, angesiedelt im klanglichen Spektrum zwischen Gitarre Cello und Geige.

Die baskische Sängerin June Telletxea beschäftigte sich eingehend mit der Musik des Mittelmeerraumes und mit traditionellen Liedern der Iberischen Halbinsel. Ausgebildet ist sie nicht nur im Bereich der alten Musik sondern auch in den Fächern Tanz und Theater.

Die Musik wird vorangetrieben von dem Percussionisten Wolfgang Eger, der die verschiedensten Instrumente für seine Zwecke adaptiert und auch entfremdet. auf unerwartete Weise verfremdet.

Gegen den Lauf der Dinge (praeter rerum seriem), die Motette des Renaissancekomponisten Josquin des Prez wird zum Ausgangspunkt des Programms.

am Sonntag,
den 28. April 2024
um 17:00 Uhr

in der Basilika

Eintritt 14,00 €
Kinder/Jugendliche
bis 18 Jahre 5,00 €

Sprezzatura22

Vokales und Instrumentales aus 5 Jahrhunderten

June Telletxea - Gesang
Andreas Arend - Lyra Polyversalis, Laute
Wolfgang Eger - Schlagwerk

Werke von Josquin, Caccini, Frescobaldi und Improvisationen

Andreas Arend ist Komponist und Instrumentalist. Er entwickelt die Lyra Polyversalis - Instrumenten-Projekt, das Komponieren und Spielen miteinander verbindet in einer Art Gitarre, die gezupft, mit Plektrum geschlagen und gestrichen wird. Eine erste Wegmarke ist das Solo-Album ZEIT 0:44:42 (2021). Das Besondere an der Lyra Polyversalis ist die Einladung zum kompositorischen Denken an den Spieler. Diese Art zu musizieren mag unter anderem eine Folge der Beschäftigung mit der Praxis des Basso Continuo sein, dessen leidenschaftlicher Interpret Arend ist. Er studierte Gitarre in Hamburg, Laute und Alte Musik in Berlin bei Nigel North und Elizabeth Kenny. Kompositorischer Mentor in Hamburg war Manfred Stahnke. Weggefährte bei zahlreichen Unternehmungen ab ca 2008 ist Niklas Trüstedt. Arend arbeitet als Theorben- und Lautenspieler in Kammermusikformationen, (Ensemble und Duo mit Nils Mönkemeyer, Veronika Skuplik, Hille Perl, Dorothee Mields, Freiburger Barockorchester, Berliner Philahrmoniker, Leitungsfunktionen bei Capella Cracoviensis, Artemision Ensemble u.a.) sowie als Komponist von Auftragswerken. Eigene Einspielungen im Alte-Musik-Sektor sind Ballads within a dream (englischer Barock, Arrangements von Folk-tunes, mit Clare Wilkinson Gesang, Veronika Skuplik und Hille Perl), Silk&Tweed, Duo mit Veronika Skuplik und Arend and der Erzlaute, sowie das Heidelberger Lautenbuch des Sebastian Ochsenkun (Spätrenaissance, Laute solo und Ensemble, mit Dorothee Mields und Jan Kobow Gesang, sowie zwei Violen da Gamba). Arend lebt mit seiner Frau, der Sängerin June Telletxea, und zwei Kindern in Berlin.

June Telletxea erhielt ihre erste stimmliche und musikalische Ausbildung in Vitoria-Gasteiz, Baskenland. Nach dem Studium von Musikerziehung, Cembalo, Geschichte und Chorleitung setzte sie ihre gesangliche Ausbildung an der "Schola Cantorum" zu Basel bei Gerd Türk und Dominique Vellard fort. Parallel zum Studium der Stimme und der Beschäftigung mit alter Musik interessiert sie sich für Tanz und Theater. Momentan arbeitet sie als Sängerin in verschiedenen europäischen Ensembles. Für die Uckermärkischen Musikwochen 2012 entwickelte sie das Konzeptprogramm TangoNoTango mit Musik von Claudio Monteverdi und argentinischen Tangos.